Solana vor 120 Dollar: Zwei Signale, ein entscheidender Widerstand

Aug 31, 2026 - 10:38
Solana vor 120 Dollar: Zwei Signale, ein entscheidender Widerstand

Solana notiert Ende August 2026 bei rund 104 US-Dollar und behauptet damit deutlich die Marke von 100 Dollar. Kurz zuvor haben die Validatoren mit hauchdünnem Vorsprung die erste bindende Abstimmung der Netzwerkgeschichte durchgewinkt, während parallel der erste Solana-ETF die Milliarden-Dollar-Marke beim verwalteten Vermögen überschritten hat. Ob ein knapperes künftiges Angebot ausreicht, um die Zone um 120 Dollar zu erreichen, entscheidet sich in den kommenden Wochen an konkreten Chartmarken.

SOL bei 120 Dollar? Diese Marken entscheidet der Markt

Technisch hat sich die Lage seit August aufgehellt. SOL durchbrach die Marke von 97 Dollar und bestätigte diese Zone anschließend als Unterstützung, bevor der Kurs auf das aktuelle Niveau von rund 104 Dollar kletterte.

Als nächster Widerstand gilt die Zone zwischen 110 und 120 Dollar. Bei einer Netzwerkbewertung von rund 61 Milliarden Dollar entspräche ein Sprung auf 120 Dollar allerdings nur etwa 14 Prozent Kursgewinn gegenüber dem aktuellen Niveau – ein Hinweis darauf, wie viel frisches Kapital ein Netzwerk dieser Größenordnung braucht, um überhaupt spürbare prozentuale Bewegungen zu erzeugen. Mehr zu den technischen Levels und dem Zusammenspiel mit der Tokenomics-Entscheidung liefert die Einordnung von Solana bei 105 Dollar nach dem Tokenomics-Votum.

Governance-Votum senkt künftigen Angebotsdruck

Im Zentrum der aktuellen Solana-Prognose steht der Vorschlag SGP-0002, der laut Decrypt auf exakt 67,00 Prozent Zustimmung kam – nur 0,334 Prozentpunkte über der erforderlichen Zweidrittelmehrheit. Es war die erste bindende Abstimmung in der Geschichte des Netzwerks, und die Börse Kraken schob ihre rund 8,9 Millionen SOL erst kurz vor Schluss auf die Ja-Seite.

Inhaltlich verdoppelt der Beschluss die jährliche Disinflationsrate von 15 auf 30 Prozent, wodurch die Endrate von 1,5 Prozent bereits 2029 statt 2032 erreicht wird. Über den gesamten Zeitraum sinkt das künftige Angebot dadurch um rund 18,9 Millionen SOL. Wirksam ist die Änderung aber noch nicht, denn zunächst muss die Software auf Netzwerkebene ausgerollt werden – der Effekt bleibt also vorerst ein Versprechen, kein realisierter Angebotsschock. Wie knapp dieses erste Governance-Kapitel tatsächlich ausfiel und welche Akteure am Ende den Ausschlag gaben, beleuchtet ebenfalls die Analyse zum Tokenomics-Votum.

Milliarden-ETF: Institutionelle Nachfrage als Gegengewicht

Fast zeitgleich mit dem Governance-Votum meldete Bitwise laut The Block als erster Anbieter eines Solana-ETF mehr als eine Milliarde Dollar an verwaltetem Vermögen. Diese Marke fällt damit direkt in die Phase, in der das Netzwerk seine eigene Geldpolitik erstmals per bindendem Votum angepasst hat.

Bitwise logo above a stylized green '$1B' graphic with the text 'ASSETS UNDER MANAGEMENT'
Bitwise celebrates reaching $1 billion in assets under management.

Für die Solana-Prognose ist das insofern relevant, als geringeres künftiges Angebot und wachsende institutionelle Nachfrage über regulierte Produkte in dieselbe Richtung wirken. Wie sich diese Dynamik in den breiteren ETF-Kapitalströmen bei Bitcoin und Ether einordnet, zeigt der Überblick zu ETF-Zuflüssen bei Bitcoin und Ether. Auch der zunehmende Zugang zu Solana über traditionelle Finanzanbieter spielt hier hinein, wie der Beitrag zu neuen Handelsangeboten etablierter Broker beschreibt.

Bullcase und Bearcase: Weniger Inflation, aber noch kein Sofortsignal

Der Bullcase für die Solana-Prognose lässt sich schnell zusammenfassen: Ein geringeres künftiges Angebot trifft auf einen ETF mit mehr als einer Milliarde Dollar Vermögen, während der Kurs die Zone über 97 Dollar bereits als Unterstützung bestätigt hat. Der Weg in Richtung 110 bis 120 Dollar wäre damit technisch vorgezeichnet.

Der Bearcase ist ebenso konkret. Der Angebotsschnitt greift erst nach dem Software-Rollout, ist also aktuell noch kein realer Marktfaktor. Und selbst ein Anstieg auf 120 Dollar bedeutet bei rund 61 Milliarden Dollar Bewertung nur etwa 14 Prozent Kursgewinn – ein Niveau, das für ein Netzwerk dieser Größe realistisch, aber eben auch begrenzt ist. Wer auf eine Vervielfachung setzt, findet in dieser Bewertungsklasse keine Grundlage dafür.

Pepeto als spekulative Frühphasen-Alternative?

Wer genau diese Bewertungsgrenze umgehen will, blickt zunehmend auf Projekte vor der ersten Notierung. Ein Beispiel ist Pepeto, ein Handelsprojekt im Presale, das nach eigenen Angaben bereits mehr als 10 Millionen Dollar eingesammelt hat. Der Einstiegspreis liegt bei 0,000000188 Dollar pro Token bei einem Gesamtangebot von 420 Billionen Token.

Pepeto logo with a cartoon frog character dressed as a wizard holding a gold staff on a green background

Das Projekt bewirbt eine bereits aktive Cross-Chain-Bridge sowie einen Risk Scorer zur Token-Prüfung, zudem verweist es auf eine Code-Prüfung durch SolidProof sowie auf Vertragsdaten unter pepetocoin.com. Eine Börsennotierung wird lediglich erwartet, ein konkreter Zeitpunkt steht nicht fest. Presale-Projekte dieser Art tragen erhebliche Ausführungs-, Liquiditäts- und Totalverlustrisiken, unabhängig davon, wie hoch das bislang eingesammelte Kapital ausfällt – eine gesicherte Gewinnchance lässt sich daraus nicht ableiten.

Für die Solana-Prognose bleibt damit ein zweigeteiltes Bild: On-Chain wurde mit dem knappen Votum ein Angebotsschnitt beschlossen, der erst noch technisch umgesetzt werden muss, während institutionelles Kapital über den Bitwise-ETF bereits heute messbar zufließt. Ob beide Signale reichen, um die Widerstandszone bei 110 bis 120 Dollar nachhaltig zu brechen, entscheidet sich an den kommenden Handelstagen.

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