25-Millionen-Dollar-Runde bringt dtcpay bei Stablecoins voran

Sep 18, 2026 - 18:13
25-Millionen-Dollar-Runde bringt dtcpay bei Stablecoins voran

Der in Singapur ansässige Stablecoin-Zahlungsanbieter dtcpay hat seine Series-A-Finanzierung auf insgesamt 25 Millionen US-Dollar erweitert. Neuer strategischer Investor ist die japanische SBI Group, einer der größten Finanzkonzerne Japans, der die im April 2026 von Vertex Ventures Southeast Asia & India angeführte Runde weiter verankert.

Series A auf 25 Millionen US-Dollar erweitert

Laut Unternehmensangaben von dtcpay wurde der Abschluss der Runde am 18. September 2026 bekanntgegeben. Vertex Ventures Southeast Asia & India, Teil der zu Temasek Holdings gehörenden Vertex Holdings, führte die erste Tranche im April an. SBI Group investiert dabei nicht als alleiniger Geldgeber, sondern über zwei Vehikel: die Tochtergesellschaft SBI Ventures Asset Pte Ltd sowie den SBI-NTU-Kyobo Digital Innovation Fund.

Zusätzlich beteiligten sich Genedant Capital, ein in Singapur ansässiger und von der Monetary Authority of Singapore (MAS) lizenzierter Vermögensverwalter mit mehr als 2 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen, sowie der bestehende Investor Kwee Liong Tek, ein bekannter singapurischer Unternehmer. Die genaue Aufteilung der zusätzlichen 15 Millionen US-Dollar zwischen den neuen und bestehenden Investoren wurde nicht offengelegt, ebenso wenig eine neue Unternehmensbewertung.

Regulierte Zahlungsinfrastruktur für Stablecoins

dtcpay wurde von Alice Liu und Band Zhao gegründet und beschreibt sich als Brücke zwischen digitalen Assets und traditioneller Finanzinfrastruktur. Das Unternehmen ermöglicht laut eigenen Angaben Unternehmen und Privatpersonen, Stablecoins anzunehmen, zu verwahren und in Fiatwährungen umzutauschen – über einen Echtzeit-Swap-Mechanismus, der Abwicklungszeiten gegenüber klassischen SWIFT-Überweisungen verkürzen soll. Diese Kostenvorteile stammen aus der Unternehmensmitteilung und sind nicht unabhängig verifiziert.

Regulatorisch stützt sich dtcpay auf eine MAS-Lizenz als Major Payment Institution in Singapur sowie eine Electronic-Money-Institution-Lizenz in Luxemburg, die laut Unternehmen den Zugang zum Europäischen Wirtschaftsraum eröffnet. Das passt zum breiteren Trend, dass etablierte Finanzkonzerne verstärkt in digitale Asset-Infrastruktur investieren, um regulierte Zahlungswege für institutionelle Kunden aufzubauen.

Stimmen der Beteiligten

Alice Liu, Gründerin und CEO von dtcpay, beschreibt die Finanzierung als Kapital, das grundlegend verändern soll, wie Geld über Grenzen hinweg bewegt wird. Band Zhao, Group Chairman von dtcpay, sagte: „The next chapter for dtcpay is about scale. We are strengthening our infrastructure, deepening partnerships with global financial institutions, and expanding into new regulated markets to make stablecoin payments as seamless and trusted as traditional payment rails. With the backing of our investors, we are accelerating our mission to build the financial infrastructure that enables businesses and consumers to move value globally, instantly, and compliantly.“

Eiichiro So, CEO von SBI Ven Capital, hebt laut Primärquelle dtcpays lizenzorientierte Grundlage hervor und sieht die Investition als Beginn einer strategischen Partnerschaft, um den digitalen Asset-Korridor zwischen Japan und Südostasien auszubauen. Quek How Jiang, CEO von Genedant Capital, beschreibt dtcpay als Aufbau der regulierten Infrastruktur, die Stablecoin-Zahlungen in den Alltagshandel bringen soll.

Produkte, Expansion und nächste Schritte

dtcpay will das frische Kapital laut eigenen Angaben in den Ausbau der Produktpalette und des Händlernetzes investieren. Für die zweite Jahreshälfte 2026 nennt das Unternehmen ein überarbeitetes Geschäftsportal für Firmenkunden sowie neue Funktionen innerhalb der Verbraucher-App.

Bestehende Produkte umfassen laut Unternehmensangaben eine WalletConnect-Integration mit mehr als 700 Wallets sowie eine Visa-Karte, die Ausgaben an über 150 Millionen Händlerstandorten weltweit ermöglicht – ein Ansatz, der sich mit dem Konzept von Stablecoin-gestützten Visa-Karten anderer Anbieter deckt. Ähnlich wie bei institutionellen Kreditlösungen mit Stablecoins, etwa im Fall von RLUSD und Clearpool, zeigt die dtcpay-Runde, dass regulierte Stablecoin-Infrastruktur zunehmend institutionelles Kapital anzieht – auch wenn konkrete Nutzungszahlen oder Umsätze für dtcpay bislang nicht veröffentlicht wurden.

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