QSB-Transaktion: GPU-Schätzung fällt auf 66 US-Dollar

Sep 24, 2026 - 18:13
QSB-Transaktion: GPU-Schätzung fällt auf 66 US-Dollar

StarkWare meldet eine Senkung der geschätzten GPU-Kosten für die Vorbereitung einer quantensicheren Bitcoin-Transaktion um rund 79 Prozent. Das firmeneigene Dashboard weist die Kosten nun mit 66 US-Dollar aus, nach StarkWare-Angaben liegt der Wert damit unter der zuvor genannten Marke von 67 US-Dollar. Damit rückt die als „Quantum-Safe Bitcoin“ (QSB) bezeichnete Notfalllösung näher an die Praxistauglichkeit, allerdings stammen die Zahlen bislang ausschließlich aus Benchmark-Tests.

Wettbewerb drückt Rechenkosten deutlich

Die erste QSB-Transaktion auf dem Bitcoin-Mainnet wurde laut StarkWare am 26. August bestätigt. Ihre Vorbereitung erforderte rund 3.100 GPU-Stunden auf etwa 100 Grafikprozessoren und kostete ungefähr 320 US-Dollar, ohne die regulären Bitcoin-Netzwerkgebühren.

Um diesen Aufwand zu senken, starteten StarkWare, Yukon Research und Eigen Labs am 16. September den Quantum-Safe Bitcoin Optimization Challenge. Entwickler, Forscher und KI-Agenten waren eingeladen, die Software zur Transaktionsvorbereitung effizienter zu gestalten. Laut StarkWare gingen daraus 62 angenommene Verbesserungen in zwei zentralen Rechenaufgaben hervor, die den geschätzten Rechenaufwand um etwa 79 Prozent drückten. Wichtig bleibt: Die Reduktion basiert auf Benchmark-Tests und wurde bislang nicht in einer realen Produktionstransaktion nachgewiesen.

Warum QSB als Notfalllösung gilt

StarkWare-Forscher Avihu Levy veröffentlichte das QSB-Design im April. Das Konzept soll hash-basierten Schutz gegen künftige Quantenangriffe ermöglichen, ohne die Konsensregeln von Bitcoin zu verändern. Levy ordnete die Lösung damals wegen Kosten, Komplexität und begrenzter Anwendbarkeit ausdrücklich als letztes Mittel ein.

Die zugrundeliegende Bedrohung betrifft die elliptischen-Kurven-Signaturen, auf denen Bitcoin basiert. Besonders gefährdet wären Coins, deren öffentliche Schlüssel bereits offengelegt sind.

Soft Fork bleibt langfristiges Ziel

StarkWare stellt die Kostensenkung als direktes Ergebnis des Optimierungswettbewerbs dar, betont aber gleichzeitig, dass QSB kein Ersatz für eine tiefere Protokolländerung ist. Nach Einschätzung des Unternehmens bleibt eine Soft Fork – also eine Änderung der Bitcoin-Konsensregeln – die bessere langfristige Antwort auf einen breiten quantensicheren Schutz des Netzwerks.

Für Halter großer, bislang ungeschützter Bitcoin-Bestände könnte die niedrigere Kostenschätzung die Notfallabsicherung praktikabler machen als noch im August. Die Lösung bleibt jedoch experimentell und wurde bisher nur unter Laborbedingungen optimiert. Wie sich Fortschritte bei QSB auf künftige Soft-Fork-Vorschläge und Wallet-Werkzeuge auswirken, dürfte die Bitcoin-Community in den kommenden Monaten weiter beschäftigen – ein Thema, das strukturell an Debatten um Sicherheitsinfrastruktur erinnert, wie sie etwa im Kontext der OpenZeppelin-Übernahme durch S&P Global geführt werden.

Quelle: Cointelegraph

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