Blocks neue Trustbank soll Bitcoin und Stablecoins verwahren
Jack Dorseys Zahlungsunternehmen Block hat beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC), der US-Bankaufsichtsbehörde für national tätige Banken, einen Antrag auf Gründung einer nationalen Trustbank gestellt. Die geplante Builders Bank & Trust soll bundesweit beaufsichtigte Verwahrung und treuhänderische Infrastruktur für Bitcoin und Stablecoins anbieten – ein klassisches Einlagen- oder Kreditgeschäft ist dagegen nicht vorgesehen.
Block beantragt nationale Trustbanklizenz für digitale Vermögenswerte
Laut der Mitteilung von Block würde die Builders Bank als nicht versicherte nationale Trustbank unter direkter OCC-Aufsicht operieren. Vorgesehen sind Verwahrung sowie damit verbundene treuhänderische Dienstleistungen für Bitcoin und Stablecoins – jene Segmente digitaler Vermögenswerte, die zunehmend nach einem einheitlichen bundesweiten Regulierungsrahmen verlangen, wie es auch bei der Entwicklung tokenisierter US-Dollar-Infrastruktur sichtbar wird.
Explizit ausgeschlossen sind Einlagengeschäft und Kreditvergabe – die Builders Bank würde sich damit strukturell von einer klassischen Geschäftsbank unterscheiden. Block begründet den Antrag damit, dass eine nationale Charter dem wachsenden Verwahrgeschäft einen konsistenten Rahmen geben soll, statt sich durch unterschiedliche Regelwerke einzelner Bundesstaaten zu bewegen.
Eine Trustbank statt einer klassischen Geschäftsbank
Block verweist in seinem Antrag auf die bestehenden Digital-Asset-Aktivitäten des Unternehmens sowie auf die Erfahrung mit Square Financial Services, der bereits bestehenden Industriebank von Block. Lee Woolley, aktuell Leiter der Digital-Asset-Strategie bei Block, ist als President und CEO der Builders Bank vorgesehen.
Damit reiht sich Block in eine wachsende Gruppe von Fintech- und Kryptounternehmen ein, die parallel nationale Trustbankcharter anstreben. Laut der Primärquelle hat Ripple bereits eine bedingte Genehmigung erhalten, während Circle und BitGo die endgültige Zulassung besitzen. Kraken-Mutter Payward sowie der Infrastrukturanbieter Zerohash haben laut Bericht ebenfalls entsprechende Anträge eingereicht – ein Muster, das sich auch bei anderen institutionellen Vorstößen wie der Testphase des CHF-Stablecoins CHFD zeigt, wo regulierte Rahmenbedingungen als Voraussetzung für institutionelle Adoption gelten.
Was der OCC-Antrag für Blocks Verwahrgeschäft bedeutet
Ein operativer Start der Builders Bank ist erst nach formeller OCC-Genehmigung möglich – der Antrag allein garantiert noch keine Zulassung. Der Zeitrahmen für die Prüfung wurde in der Mitteilung nicht genannt.
Für Block soll die angestrebte nationale Aufsicht vor allem strukturelle Klarheit schaffen, während das Verwahrgeschäft für Bitcoin und Stablecoins wächst. Eingeordnet in den breiteren regulatorischen Trend zur institutionellen Verwahrung digitaler Vermögenswerte in den USA, passt der Schritt zu Themen, die auch bei Einschätzungen zur langfristigen institutionellen Bitcoin-Adoption immer wieder aufgegriffen werden. Konkrete Marktreaktionen oder Kursbewegungen zur Ankündigung liegen aus der Primärquelle nicht vor und werden hier bewusst nicht spekulativ ergänzt.
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