MetaMask soll eigenständig werden: Consensys plant Trennung bis 2026
Consensys Software Inc. plant die Aufspaltung in zwei unabhängige Unternehmen. Die Trennung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und das Verbrauchergeschäft von MetaMask organisatorisch von den Ethereum-Protokollen und der institutionellen Blockchain-Infrastruktur des Unternehmens trennen.
Consensys teilt Geschäft bis Ende 2026 auf
Nach der Ankündigung vom Mittwoch soll MetaMask künftig das Verbrauchergeschäft übernehmen. Das neu formierte Consensys soll dagegen die Protokolle und die institutionelle Infrastruktur bündeln. Mit der geplanten Neuordnung werden zwei Bereiche getrennt, die unterschiedliche Kunden und Geschäftsfelder adressieren.
Zwei Unternehmen mit klar getrennten Führungs- und Geschäftsfeldern
Joe Lubin wird Chairman und CEO von MetaMask sowie Executive Chairman des neuen Consensys. Mike Kriak übernimmt die Rolle des CEO bei Consensys, David Cunningham fungiert als President.
Zum neuen Consensys gehören die Layer-2-Lösung Linea, der Ethereum-Ausführungsclient Besu sowie der Konsensclient Teku. Das Unternehmen soll sich auf Ethereum-Infrastruktur und die Unterstützung von Finanzinstitutionen konzentrieren, die Blockchain-Technologie für Tokenisierung, Stablecoins und weitere Onchain-Finanzdienste einsetzen wollen.
MetaMask bleibt hingegen auf Self-Custody für Privatnutzer ausgerichtet. Zugleich soll die Plattform ihr Angebot über Krypto hinaus auf Zahlungen, Sparen, Investieren und traditionelle Finanzprodukte erweitern.
MetaMask entwickelt sich über die Wallet hinaus
MetaMask startete 2016 als Ethereum-Browser-Erweiterung für den Zugang zu dezentralen Anwendungen und die Verwaltung von Krypto-Assets. Inzwischen hat die Plattform ihr Angebot um Produkte aus den Bereichen Zahlungen, Rendite und tokenisierte traditionelle Vermögenswerte ergänzt.
Im Juni führte MetaMask den Money Account ein. Damit können Nutzer auf berechtigten mUSD-Stablecoin-Beständen bis zu 4 Prozent variablen APY erzielen und die Mittel über die MetaMask Card ausgeben. Die Rendite wird laut den vorliegenden Angaben durch DeFi-Kreditstrategien erwirtschaftet und nicht von MetaMask oder dem Emittenten des Stablecoins als Zins gezahlt.
Im Februar erhielten berechtigte Nutzer außerhalb der USA über Ondo Global Markets Zugang zu 200 tokenisierten US-Aktien, ETFs und Rohstoffen. Später im selben Monat wurde die Mastercard-fähige Ausgabekarte auf 49 US-Bundesstaaten ausgeweitet. Zuvor war das Produkt bereits in Europa, Kanada, Mexiko, Brasilien und Argentinien verfügbar.
Unternehmen begründen Trennung mit unterschiedlichen Prioritäten
Nach eigenen Angaben verfolgt Consensys mit der Umstrukturierung getrennte Prioritäten für das Verbrauchergeschäft und die institutionellen Aktivitäten. MetaMask gab an, mehr als 100 Millionen Downloads in rund 190 Ländern verzeichnet und über die Plattform ein Transaktionsvolumen von Billionen US-Dollar ermöglicht zu haben.
Die Aufspaltung soll beiden Unternehmen eine eigenständige Führung und einen klareren Fokus geben. Während MetaMask die Bedürfnisse von Verbrauchern in den Mittelpunkt stellt, bündelt Consensys die Entwicklung von Ethereum-Protokollen und Infrastruktur für institutionelle Anwendungen.
Getrennte Wachstumsfelder für Verbraucher und Institutionen
Nach Abschluss der geplanten Trennung soll MetaMask den Ausbau von Zahlungen, Sparen, Investieren und traditionellen Finanzprodukten vorantreiben. Das neue Consensys konzentriert sich parallel auf Ethereum-Protokolle und institutionelle Infrastruktur für Tokenisierung, Stablecoins und Onchain-Finanzdienste.
Die neue Struktur ordnet damit die bestehenden Aktivitäten von Consensys zwei unabhängigen Unternehmen zu: MetaMask als Verbraucherplattform und Consensys als Anbieter von Protokollen und institutioneller Blockchain-Infrastruktur.
Quelle: Cointelegraph
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