Coinbase zielt mit Aktien-Perpetuals auf US-Trader

Sep 19, 2026 - 14:01
Coinbase zielt mit Aktien-Perpetuals auf US-Trader

Coinbase Derivatives hat bei der Commodity Futures Trading Commission die Zulassung von Perpetual Futures auf einzelne US-Aktien beantragt. Die am Freitag eingereichten Kontrakte sollen US-Tradern gehebeltes Preis-Exposure auf Einzelaktien ermöglichen, ohne dass die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich gehalten werden.

Die Genehmigung durch die Behörde steht noch aus. Die CFTC führt das Produkt aktuell als Single-Stock-Future beziehungsweise Security Future und listet den Status als anhängig.

Coinbase beantragt Einzelaktien-Perpetuals in den USA

Der Antrag wurde über Coinbase Derivatives gestellt und zielt darauf ab, US-Kunden erstmals 24/5-Handel auf einzelne Aktien anzubieten. Perpetual Futures unterscheiden sich von klassischen Terminkontrakten dadurch, dass sie kein festes Ablaufdatum haben und theoretisch unbegrenzt gehalten werden können, solange Margin- und Funding-Anforderungen erfüllt sind.

Laut dem Wall Street Journal plant Coinbase zunächst rund 50 bis 60 Kontrakte, darunter Apple, Microsoft, Tesla und Nvidia. Diese konkrete Liste und Stückzahl finden sich der Quelle zufolge allerdings nicht in der öffentlichen CFTC-Einreichung selbst, sondern stammen aus separater Berichterstattung über Coinbases Pläne.

Coinbase erklärte, man habe den „ersten Satz“ US-amerikanischer Einzelaktien-Perpetuals eingereicht und wolle nach Genehmigung durch die CFTC starten, vorbehaltlich weiterer notwendiger regulatorischer Freigaben. Ein fester Handelstermin wurde nicht genannt.

Was die Kontrakte von klassischen Futures unterscheidet

Die geplanten Kontrakte sollen auf dem bestehenden US-Perpetual-Futures-Markt von Coinbase aufbauen und dessen Struktur auf einzelne Aktien übertragen. Damit erweitert der Antrag ein Modell, das Coinbase bereits seit März berechtigten Kunden außerhalb der USA anbietet – dort mit Kontrakten auf Aktien wie Apple und Nvidia sowie große US-Indizes.

US-Personen waren von diesem Angebot bislang ausgeschlossen, Coinbase arbeitete jedoch bereits an einer Ausweitung. Parallel dazu reichte Coinbase Derivatives am 1. September ein Form 1-N bei der Securities and Exchange Commission ein, um als nationale Wertpapierbörse für den Handel mit Security Futures registriert zu werden – ein regulatorischer Zwischenschritt, der dem aktuellen CFTC-Antrag vorausging.

Wichtig für Trader: Die geplanten Produkte vermitteln keine Aktien, keine Stimmrechte und kein Eigentum am jeweiligen Unternehmen. Es handelt sich ausschließlich um Preis-Exposure – ein Prinzip, das auch bei anderen tokenisierten Aktienprodukten wie xStocks auf Nvidia greift, wo ebenfalls kein direkter Aktienbesitz entsteht. Wie stark solche Derivate-Volumina im Krypto-Kontext bereits ausfallen, zeigt der Blick auf aktuelle CFTC-Entscheidungen zur Krypto-Regulierung.

Regulatorische Genehmigung bleibt der nächste Schritt

Solange die CFTC-Einreichung anhängig ist, können US-Kunden die geplanten Kontrakte nicht handeln. Der Antrag erweitert Coinbases US-Derivateoffensive von bestehenden Krypto-Perpetuals auf einzelne Aktien und markiert damit einen weiteren Schritt in der Annäherung zwischen Krypto-Handelsplattformen und klassischen Aktienmärkten.

Der nächste konkrete Meilenstein ist die Entscheidung der Behörde über den Zulassungsantrag; ein Handelsstart wurde von Coinbase nicht terminiert. Wie stark regulatorische Weichenstellungen wie diese den breiteren Krypto-Derivatemarkt beeinflussen können, zeigt der Kontext rund um anstehende US-Politik-Termine, die das Handelsvolumen in Krypto-Derivaten mitbestimmen dürften.

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