Strive steigert Bitcoin-Bestand auf fast 30.000 Coins
Strive hat zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober weitere 2.000 Bitcoin für rund 169 Millionen US-Dollar gekauft. Der Bestand des börsennotierten Unternehmens stieg damit auf 29.462 BTC und liegt nahe an der Schwelle von 30.000 Bitcoin.
Laut dem Bericht von Decrypt zahlte Strive im Schnitt etwa 84.422 US-Dollar je Coin. Der Zukauf war der größte seit dem Erwerb von 2.500 Bitcoin zwischen dem 23. Mai und dem 1. Juni; beim Vergleich mit größeren öffentlichen Haltern rückt Strive damit auch an MARA heran, ohne dass sich aus den vorliegenden Angaben ein konkreter Abstand berechnen lässt.
Strive rangiert nach den im Bericht angeführten Daten von Bitcoin Treasuries auf Platz fünf unter den börsennotierten Bitcoin-Haltern. Vor dem Unternehmen liegen Strategy, Twenty One Capital, Metaplanet und MARA. Entscheidend ist weniger eine einzelne Rangverschiebung als das Tempo, mit dem börsennotierte Unternehmen Bitcoin als Treasury-Reserve aufbauen.
Vom Semler-Deal zum Bitcoin-Treasury-Unternehmen
Strive ist ein Bitcoin-Treasury-Unternehmen: Es nimmt Kapital von Investoren auf und hält einen Teil davon in Bitcoin statt in Bargeld. Mitgründer Vivek Ramaswamy steht am Anfang dieser Unternehmensgeschichte; für den aktuellen Bestand war jedoch auch die Übernahme von Semler Scientific ein wichtiger Schritt.
Im September 2025 vereinbarte Strive den Kauf des Healthcare-Technologieunternehmens, das rund 5.000 Bitcoin hielt. Nachdem die Aktionäre im Januar zugestimmt hatten, verfügte das kombinierte Unternehmen über etwa 12.800 BTC. Danach wuchs der Bestand laut Decrypt bis Ende April auf 14.557 BTC und bis Mitte August auf 20.246 BTC.
Der Sprung auf 29.462 BTC innerhalb weniger Monate zeigt, wie stark die Treasury-Strategie inzwischen skaliert. Auch Strategy zählt zu den größeren öffentlichen Haltern; Metaplanet steht ebenfalls im Wettbewerb um eine größere Rolle unter börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Reserven.
Vorzugsaktien finanzieren den Ausbau – mit laufenden Kosten
Ein Teil der jüngsten Käufe wurde in den vorangegangenen Wochen über SATA finanziert. Dabei handelt es sich um eine Vorzugsaktie, deren Inhaber bei Dividendenzahlungen gegenüber Stammaktionären Vorrang haben. SATA stellte in der Woche bis zum 4. September 70 Prozent und in der Woche bis zum 25. September 85 Prozent des aufgenommenen Kapitals.
Die derzeitige jährliche Dividendenrate liegt laut Bericht bei ungefähr 13 Prozent und ist variabel. Dem standen zum 30. September 284,7 Millionen US-Dollar an Barmitteln und keine Schulden gegenüber. Das Modell ermöglicht zusätzliche Bitcoin-Käufe ohne Kreditaufnahme, schafft aber eine laufende Zahlungsverpflichtung, während Bitcoin selbst keine Erträge oder Zinsen abwirft.
Auch der Einstandspreis bleibt relevant: Ende September lag Strives durchschnittlicher Kaufpreis bei 90.170 US-Dollar je Bitcoin. Gegenüber einem Bitcoin-Kurs von rund 86.000 US-Dollar am Montag, dem 5. Oktober, lag der Marktwert damit unter dem durchschnittlichen Einstand; das ist ein nicht realisierter Wertunterschied und kein ausgewiesener Verkaufsverlust.
Der Treasury-Wettbewerb wird messbarer
Mit fast 30.000 BTC wird Strive zu einem gewichtigen Akteur unter den öffentlichen Bitcoin-Haltern. Der Kauf unterstreicht die anhaltende Akkumulation börsennotierter Unternehmen, sagt für sich genommen aber weder etwas über die künftige Rangfolge noch über die Rendite der Strive-Aktie aus.
Für die weitere Einordnung zählen deshalb die nächsten Unternehmensmeldungen: Sie werden zeigen, wie sich der Bitcoin-Bestand, die Finanzierung und die Zahl der gehaltenen Coins je Aktie entwickeln. Gerade bei einem Modell, das auf Kapitalaufnahme und BTC-Akkumulation setzt, ist neben dem Bruttobestand auch entscheidend, zu welchen Kosten dieser Zuwachs erreicht wird.
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