Strategy kauft 334 Bitcoin trotz Warnung vor Tech-Korrektur

Okt 06, 2026 - 10:28
Strategy kauft 334 Bitcoin trotz Warnung vor Tech-Korrektur
Strategy hat 334 BTC gekauft, doch der Rückkauf von STRC im Wert von 176,3 Millionen US-Dollar macht den Bitcoin-Kursausblick davon abhängig, ob die Finanzierung aufrechterhalten werden kann.
Peter Schiff

Strategy hat laut jüngsten Offenlegungen 334 BTC für rund 28,7 Millionen USD erworben und gleichzeitig STRC im Wert von 176 Millionen USD zurückgekauft. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer Warnung von Peter Schiff, der einen Einbruch des Bitcoin-Preises voraussagt, sollten Technologieaktien korrigieren. Die gegensätzlichen Signale werfen eine entscheidende Frage auf: Kann der aktuelle Finanzierungsmix von Strategy auch dann größere Käufe tragen, wenn der Risikoappetit des Marktes nachlässt?

Die Bestände von Strategy erreichten damit 848.000 BTC, was etwas mehr als 4 % des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht. Bitcoin notierte zuletzt bei rund 86.000 USD – ein Plus von über 4 % innerhalb von sieben Tagen und mehr als 8 % in den letzten 30 Tagen. Im Jahresvergleich liegt der Kurs jedoch immer noch 30 % im Minus.

Die aktuellen Zahlen unterscheiden zwischen einer USD-Reserve von 4,88 Milliarden USD, die für Vorzugsdividenden und Zinszahlungen vorgesehen ist, und 833,4 Millionen USD an Barreserven (Cash) für allgemeine Zwecke, einschließlich Bitcoin-Käufen. Diese Bestände bieten zwar Liquidität, sind aber nicht austauschbar: Die Reserve unterliegt festen Verpflichtungen, während das Cash das direkte Reservoir für diskretionäre Käufe darstellt.

Aus dem jüngsten Filing geht zudem hervor, dass 15,7 Millionen USD aus dem Verkauf von MSTR-Stammaktien direkt in Bitcoin flossen, ergänzt durch 13 Millionen USD aus den Barreserven. Der Kauf der 334 BTC erfolgte zu einem Durchschnittspreis von 85.838,80 USD.

Ende September hatte das Unternehmen noch 1.665 BTC für etwa 142,8 Millionen USD erworben. Der Kontrast ist deutlich: Die neueste Akkumulation belegt zwar eine Fortsetzung der Strategie, findet jedoch in einem wesentlich kleineren Maßstab statt.

Schiffs Argumentation konzentriert sich auf die Fähigkeit, frisches Kapital über STRC zu generieren, und nicht darauf, ob Strategy überhaupt noch Käufe tätigen kann. STRC hatte sich auf etwa 99,40 USD erholt, nachdem der Kurs im Sommer auf rund 75 USD gefallen war. Der gemeldete Nennwert belief sich auf 8,93 Milliarden USD bei einer variablen Dividende von 12 % und einer effektiven Rendite von 12,07 %.

Schiff führte die Erholung teilweise auf die Aktienrückkäufe von Strategy und den Anstieg von Bitcoin über die 80.000-USD-Marke zurück. Er blieb jedoch bei seiner Einschätzung, dass dieser Rebound die Fähigkeit des Unternehmens, Kapital durch neue STRC-Emissionen aufzunehmen, noch nicht wiederhergestellt habe.

Das Unternehmen kaufte im Berichtszeitraum STRC im Wert von etwa 176,3 Millionen USD zurück. Der Großteil dieser Mittel stammte aus den Barreserven, der Rest aus Zinserträgen auf Cash und kurzfristigen Anlagen.

Jüngster PostenZahlBedeutung
Bitcoin gekauft334 BTC für ca. 28,7 Mio. USDAkkumulation fortgesetzt
STRC zurückgekauftCa. 176,3 Mio. USDKapital floss auch in Aktienrückkäufe
Bitcoin-Bestand848.000 BTCEtwas mehr als 4 % des Gesamtangebots
USD-Reserve / Cash4,88 Mrd. USD / 833,4 Mio. USDGetrennte Töpfe mit unterschiedlichen Zwecken

Die 80.000-USD-Marke als Referenzpunkt für den Bitcoin-Preis

Schiff brachte die Rückkehr des Bitcoin-Preises über 80.000 USD mit verbessertem Vertrauen und möglichen Short-Eindeckungen in Verbindung. Damit ist dieses Niveau für seine Analyse der Erholung relevant, doch die vorliegenden Daten belegen nicht, dass es sich dabei um eine technische Unterstützung handelt.

Der aktuelle Preis liegt nahe 86.000 USD, und die wöchentlichen sowie monatlichen Zuwächse zeigen, dass der Aufschwung über die Schwelle von 80.000 USD hinausging. Der Rückgang im Jahresvergleich rückt diese kurzfristigen Gewinne jedoch in ein anderes Licht: Sie beschreiben eine Erholung von schwächeren Preisniveaus, aber keine Rückkehr zu den Werten des Vorjahres.

Zudem verknüpfte Schiff seinen Ausblick mit fallenden Anleihekursen, schwachen Inflations- und Beschäftigungssignalen sowie einem Ölpreis von etwa 91 USD pro Barrel nach der G7-Zusage, 100 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freizugeben. Dies sind seine Interpretationen einer allgemeinen Marktanspannung, aber kein Beweis dafür, dass eine Korrektur bei Technologieaktien bereits im Gange ist oder dass Bitcoin zwangsläufig fallen muss, sollte eine solche eintreten.

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