Solana-ETFs halten trotz Fed-Entscheid und CLARITY-Niederlage Kurs

Sep 20, 2026 - 14:09
Solana-ETFs halten trotz Fed-Entscheid und CLARITY-Niederlage Kurs

Solana-Spot-ETFs verzeichneten in der Woche bis zum 18. September 2026 zusätzliche Zuflüsse von 13,2 Mio. US-Dollar und setzten damit ihre Serie auf zwölf aufeinanderfolgende positive Wochen fort. Bitcoin-Spot-ETFs kamen im selben Zeitraum trotz einer Bruttobewegung von 1,499 Mrd. US-Dollar nur auf einen Nettozufluss von 6,21 Mio. US-Dollar – die kleinste Wochen-Nettozuflusszahl in den bisherigen 141 Handelswochen seit dem Start der Bitcoin-Spot-ETFs am 11. Januar 2024.

Solana hält die Zuflussserie trotz Gegenwind

Die Tageswerte bei Solana fielen moderat, aber durchgehend positiv aus: Am 14. September kamen 11,01 Mio. US-Dollar hinzu, am 15. September 1,35 Mio. US-Dollar und am 16. September 836.926 US-Dollar. Der 17. September schloss unverändert, ohne die Serie zu unterbrechen.

Bitcoin-ETFs standen dem im gleichen Zeitfenster mit einer deutlich unruhigeren Bilanz gegenüber. Netto blieben laut den Daten von SoSoValue nur 6,2 Mio. US-Dollar übrig – ein Kontrast, der angesichts der zeitgleich gescheiterten CLARITY-Abstimmung im Senat besonders auffällt.

Regulatorische Ereignisse trennen die Fondsströme

Am 15. September 2026 lehnte der US-Senat den CLARITY Act mit 49 zu 50 Stimmen ab – ein Gesetzentwurf, der die regulatorische Einordnung digitaler Vermögenswerte in den USA hätte klären sollen. Einen Tag später erhöhte die Federal Reserve ihren Zielkorridor um 25 Basispunkte auf eine Obergrenze von 3,75 bis 4,00 Prozent.

Beide Ereignisse hätten Anlass für Abflüsse geboten. Bitcoin-Fonds verloren entsprechend 450,33 Mio. US-Dollar am 15. September und weitere 295,98 Mio. US-Dollar am 16. September, während Solana-ETFs an beiden Tagen weiterhin Zuflüsse verzeichneten. Über den gesamten Zeitraum legte SOL um 11,29 Prozent zu.

Staking verschafft BSOL ein anderes Profil

Der strukturelle Unterschied zwischen beiden Asset-Klassen liegt im Staking: Solana-Coins lassen sich zur Transaktionsvalidierung binden und erzielen dabei eine laufende Rendite, ein Mechanismus, für den Bitcoin kein Äquivalent besitzt. Der Bitwise Solana Staking ETF (BSOL) stakt die gehaltenen Coins und reicht die Erträge an Anteilseigner weiter – wer die Position hält, verdient also unabhängig von der Kursentwicklung etwas.

BSOL war in der betreffenden Woche der einzige Solana-Fonds mit offengelegten Zuflüssen und schloss die Fünf-Tage-Spanne mit einem Plus von 12,12 Prozent ab – vor dem SOL-Anstieg von 11,29 Prozent. Das wachsende institutionelle Interesse am gesamten Solana-Ökosystem passt zu diesem Bild einer Anlegerbasis, die eher auf laufenden Ertrag als auf kurzfristige Kursbewegungen setzt.

Bitcoin bewegt Milliarden, Solana bleibt kleiner

Die Bitcoin-Woche zeigt trotz ruhiger Nettozahl erhebliche interne Bewegung: 160,04 Mio. US-Dollar Zufluss am 14. September, gefolgt von Abflüssen von 450,33 und 295,98 Mio. US-Dollar an den beiden Folgetagen, bevor am 17. und 18. September wieder 159,45 respektive 433,03 Mio. US-Dollar hinzukamen. Positive Sitzungen summierten sich auf 752,52 Mio. US-Dollar, negative auf 746,31 Mio. US-Dollar – macht netto 6,21 Mio. US-Dollar bei einer Bruttobewegung, die laut Primärquelle das 241-Fache des Nettobetrags erreichte.

Der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) verzeichnete mit 310,7 Mio. US-Dollar den größten Einzeltageszufluss, der iShares Bitcoin Trust (IBIT) kam auf 108 Mio. US-Dollar. Diese Rotation zwischen Bitcoin- und Altcoin-Produkten zeigt sich auch in den kumulierten Zahlen: Bitcoin-Fonds halten 55,16 Mrd. US-Dollar an Gesamtzuflüssen und 102,53 Mrd. US-Dollar Nettovermögen, Solana-Fonds kommen auf 1,37 Mrd. beziehungsweise 1,42 Mrd. US-Dollar.

Diese Größenordnung relativiert die Solana-Serie: 13,2 Mio. US-Dollar bewegen einen 1,42-Mrd.-Dollar-Fonds kaum spürbar. Für die kommenden Wochen dürfte deshalb Bitcoins Volumen mehr Gewicht behalten – Fonds, die 1,499 Mrd. US-Dollar brutto bewegen, um am Ende bei 6,21 Mio. US-Dollar zu landen, reagieren empfindlich auf einzelne makroökonomische Überraschungen, während Solanas Zuflussmuster bislang konstant und ohne negative Session geblieben ist.

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